Neue Orgel in Rengen

 

 

 

 

 

Die Kirchengemeinde Rengen besaß bis 1979 ein Harmonium, danach ein elektronisches Instrument. Ihr großer Wunsch war es, für ihr Gotteshaus eine Orgel anzuschaffen.
Besonders zwei Männer, Organist und Verwaltungsmitglied Erich Willems und Küster Josef Schäfer, setzten sich für die Anschaffung dieses neuen Musikinstrumentes ein.
Anfängliche Überlegungen zum Kauf einer neuen Orgel wichen schnell aus Kostengründen ( ca. eine Viertelmillion Mark) in das Projekt "gebrauchte Orgel" . Erfreut war man über die Nachricht, dass die Ursulinenschwestern in Trier eine gebrauchte Orgel anboten. Im Oktober 1999 begutachteten Erich Willems, Josef Schäfer und der Dauner Kantor Hubert Blaum bei einem Ortstermin in Trier die 35 Jahre alte Wacker-Orgel. Schnell kam man zu dem Schluss diese Orgel zu erwerben . 

Schon Ende Oktober wurde das Instrument in Trier abgebaut und in die Werkstatt von Orgelbaumeister Hubert Fasen nach Oberbettingen zur Generalüberholung gebracht. Er gestaltete das Prospekt der Orgel um, was im Original asymmetrisch angelegt war, und passte es dem Stil der Rengener Kirche an. Blickfang ist jetzt der Mittelturm mit zwei Außentürmen, sowie den auf Hochglanz polierten Prospektpfeifen.

Die Orgel hat zwei Manuale und Pedal, verfügt über eine mechanische Spiel- und Registertraktur und Schleifladen. Sie besitzt 711 Pfeifen: 612 aus einer Blei-Zinn-Legierung, zwölf aus Kupfer und 87 aus Holz. Die größte Pfeife ist 258cm lang, die kleinste hat eine Körperlänge von 8 Millimetern. Alle 711 Pfeifen mussten in Lautstärke und Charakter verändert und ihrer neuen Umgebung angepasst werden. Die Orgel wurde als Serieninstrument gebaut, kostete jetzt die Rengener Filialgemeinde 80.000 DM. Am 13. Januar wurde die Orgel in ihren Einzelteilen nach Rengen gebracht, wo der Orgelbauer Kurt Stadtfeld die Intonierung der Pfeifen vornahm. Am Sonntag, 26.März 2000, fand die feierliche Einweihung der Orgel durch Dechant Ludwig Gödert in der St. Kunibert-Kirche in Rengen statt.

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