Kirchenpatron Kunibert
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Kunibert, aus vornehmer Familie, am Hof Chlotars II. erzogen, wurde Archidiakon in Trier und 623 Bischof von Köln. Kurz nach seiner Wahl soll ihm eine Taube bei der Messe in der St.-Ursula-Kirche die Grabstätte der Ursula geoffenbart haben. Er brachte die Diözese zum Blühen, gründete Klöster, half Armen und Kranken.
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KUNIBERTUS, Cunibertus, Gumpertus, Bischof und Heiliger, * vor 626 (um 595?), * 12.11. (Festtag) nach 648 (663?). - K. entstammte dem austrasischen Adel. Schon in seiner Jugend kam er an den Hof Dagoberts I., als dieser noch König des austrasischen Teilreiches war. Er folgte dem Bischof Remedius in Köln nach und gehörte ab 629 mit dem Hausmeier Pippin d. Ä. zu den engsten politischen Beratern des Königs. Als Bischof war K. einer der bedeutendsten Vertreter der austrasischen Politik in der 1. Hälfte des 7. Jhdts. Im Jahre 634 wurde K. zusammen mit dem austrasischen Herzog Adalgisil zum Leiter von »Pfalz und Reich« für den unmündigen Sohn Sigibert III. bestellt. Nach dem Tode Dagoberts (639) vertrat er als Gesandter König Sigiberts neben Pippin d. Ä. die austrasischen Interessen bei der Teilung der Schätze, die in der neustrischen Pfalz Compiègne stattfand. - Seine kirchliche Wirkung in Köln ergibt sich nicht klar aus den Quellen. Eine Klöstergründung (des späteren Stifts St. K., außerhalb der Stadtmauern) wird erst in seiner im 10. Jahrhundert abgefaßten Vita genannt. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, daß der Konvent sich wirklich seit K. dort befand. Das Kloster wäre dann benediktinisch-columbanischer Prägung, wie Stavelot-Malmédy. Spätere Quellen berichten noch, daß er die Bischöfe Theodardus und Lambertus von Maastricht geweiht hat. K.s wichtige Beteiligung an der Gründung des irofränkischen Doppelklosters Stavelot-Malmédy im Jahre 648 hingegen, geht aus der Gründungsurkunde, wie aus der in der Vita Remacli erhaltene Klostertradition und aus der Schenkung der villae Germigny und Terron-sur-Aisne hervor. Sein Leichnam wurde im St. Clemens beigesetzt. |
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Der Sproß einer Adelsfamilie des Trierer-Metzer Landes, erzogen am Metzer Hof Theudeberts II., wurde durch seine dortigen Kontakte zur irofränkischen Reform wie zum Pariser 'Zentralhof' Mitglied einer geistlich-aristorkratischen Führungselite, die im Sinne Chlothars II. und Dagoberts I. eine integralistische Reichskonzeption vertrat. Dies zeigt seine Tätigkeit als Rat der austrasischen Unterkönige Dagobert I. und Sigibert III. wie als Trierer Archidiakon und vor allem als Leiter des Kölner Bistums, das er durch die wahrscheinlich unter seiner Mitwirkung erstellte Lex Ribuaria endgültig in das MEROWINGER-Reich einband. Im Zusammenhang mit der irofränkischen Reform steht seine Mission in Friesland und Sachsen, die unter Umständen in der von ihm errichteten oder erweiterten Kölner Clemenskirche ihr Zentrum hatte. Kuniberts Bund mit den austrasischen ARNULFINGERN-PIPPINIDEN nach Dagoberts I. Tod 639/40 bedeutete keine völlige Aufgabe früherer Positionen, sondern den Versuch, mit Hilfe dieser ebenfalls zur 'Reichsgesellschaft' gehörenden Familie Ordnung wie eigenen Einfluß zu wahren. Seit ca. 650 läßt Kunibert sich nicht mehr belegen. Seine Verehrung als Heiliger ist seit dem 9. Jh. in seinem Bistum und dessen Nachbargebieten (vor allem Trierer Raum) bezeugt. |
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